Aufruf zur Freiheit

Immer schwerer drücken die Glieder mich hernieder.
Verlangsamt schleppen die Finger mich Schritt um Schritt,
Plagen mich, ragen sich, wagen dich, schaben mich, und darben.

Da liegt dieser Fleischklumpen unten am Boden
Und wünschte, ein Seelchen könnt ihn füllen.
Träge, trüge – Flüge ich doch bald in breite Weiten
Und ließe ich fallen die Stränge, die harten rostigen Sparten.

Aber erst morgen, oder übermorgen, oder nächste Woche, we´ll stay in touch.
Mal sehen, wann es am besten passt, es ist auf jeden Fall auf meinem Plan.
So lange, bis dahin, bleib ich noch ein bisschen liegen.

Man weiß ja nicht so genau, was Morgen ist
Und ob man dann noch will.
Vorsicht geht vor Leben.
Also im besten Falle…find ich…

Hier unten ist es gar nicht so schlecht.
Und was will man denn mit so dünnen Flügeln?
Hübsch sind sie zwar anzusehen,
Aber keiner weiß doch wirklich, ob die auch tragen
Oder eher plagen und alle dann darben.

Verwachsen ist nun Schlamm und Fleisch,
Man sieht die Grenzen nicht mehr.
Der letzte Aufruf, tuuuuut – zur Freiheit.

Nun ja ich verpasse ihn eben erst mal,
aber vielleicht kommt noch einer Morgen?
oder übermorgen, oder nächste Woche,
we´ll stay in touch.